Blaues Lamm

MUSEUM GESCHLOSSEN

Speicher „Blaues Lamm”

Wo sind wir?

Wir laden Sie in den bezaubernden historischen Getreidespeicher in der Chmielna Straße 53 in Danzig ein. Dort finden Sie eine der Filialen des Danziger Archäologischen Museums.

WAS GIBT ES VORORT?

Vorort erwarten Sie faszinierende interaktive Ausstellungen, die Sie nach Lust und Laune besichtigen können. Sie werden die Möglichkeit haben, die Ausstellungsstücke zu berühren, ausgestellte Kleider anzuprobieren oder sogar an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen. Zusätzlich stehen Ihnen verschiedene Multimediahilfen zur Verfügung wie z.B. Filme oder Computerpräsentationen und die Geräusche und Düfte, welche Sie in der rekonstruierten Gasse des mittelalterlichen Danzigs vernehmen, geben Ihnen das Gefühl sich auf einer echten Zeitreise zu befinden.

Unsere Ausstellungen

„Die Stadt unter der Stadt“ – die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse von jahrelangen archäologischen Ausgrabungen in Danzig, die Charakteristik der Ortsarbeiten und die Methoden der Rekonstruktion von Lebensbedingungen und Aussehen der Danziger Bewohner von einst.

„Mittelalterliche Hansestadt-Gasse“ – Rekonstruktion einer Gasse aus dem Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts in einer Hansestadt mit Werkstätten, Kaufmannsständen und einem Bad.

„Danzig in der Hansa-Welt“ – die Ausstellung präsentiert archäologische Ausstellungsstücke, die während der Ausgrabungen im historischen Teil der Stadt entdeckt wurden und welche die Handelsmacht von Danzig und auch das tägliche Leben seiner Bewohner im Zeitraum vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert zeigen.

„Speicherinsel in Danzig“ – die Ausstellung wird der Geschichte der Speicherinsel und den dort durchgeführten archäologischen Untersuchungen gewidmet.

niepelnosprawniMuseum für alle

Ganz besonders laden wir körperlich eingeschränkte Gäste ein, unsere Ausstellungen zu besichtigen. Das Museumsgebäude wurde sowohl für gehbehinderte Gäste entsprechend eingerichtet (Fahrstuhl, Behindertentoilette) wie auch für Sehbehinderte oder schlechtsehende Besucher. Ganz herzlich laden wir entsprechende Gruppen ein - sowohl Kinder als auch Erwachsene – unser Bildungsangebot wahrzunehmen. Das Workshop- und Besichtigungsprogramm werden wir an Ihre Bedürfnisse anpassen, gerne werden wir Ihre Anmerkungen beachten und weitere Verbesserungen einführen, um den Besuchskomfort bei uns zu steigern. Bitte rufen Sie uns an: (58) 320-31-88.

GETREIDESPEICHER „BLAUES LAMM“

Die Filiale in der Chmielna Straße ist etwas mehr als nur eine Reihe von Ausstellungen. Eine nicht mindere Attraktion ist das Museumsgebäude selbst. Wir reden hier von dem historischen Getreidespeicher – von dem „Blauen Lamm“, dessen Geschichte bis in das 16. Jahrhundert reicht – denn eben damals entstand dort die erste Lagerstätte.….

Wie änderte sich der Speicher während der Jahrhunderte

Zuerst war das ein aus gotischen Ziegeln (klassische Ziegel handgeformt) gemauertes Gebäude mit Zutritt von der Chmielna Straße und vom Ufer der Mottlau. In einer Aufzeichnung von 1620 wurde die Breite des Lagers angegeben – sie betrug 48 Füße, das bedeutet 13,8 m. Interessant ist, dass dieses Maß bis heute nicht verändert wurde.

In verschiedenen Quellen des Jahres 1631 tritt zum ersten Mal der deutsche Name „Blaues Lamm“ auf. Während der Jahrhunderte tauchte auch ein anderer Name auf, der höchstwahrscheinlich aufgrund eines Schreibfehlers entstand. Der Name lautete „Blauer Loewe“.

1779 wurde das Gebäude umgebaut und dabei hat man eine neue Ziegelart, sog. holländische Ziegel benutzt. Im Rahmen des Umbaus wurden von der Straßenseite und von der Seite der Mottlau die Giebel gemauert (das sind die dreieckigen Wände, die das Bauwerk krönen). Die neue Konstruktion bestand aus einer Reihe von hölzernen Decken, die sieben Stockwerke für das Lagern von Waren bildeten.

Das hier aufbewahrte Getreide wurde durch breite Tore in das Rauminnere transportiert. Jeweils drei solche Tore wurden im Erdgeschoss von der Flussseite und genau gegenüber von der Straßenseite gebaut. Dadurch verlief die Verladung von Waren recht zügig und die gleichzeitige Arbeit vieler Träger – kollisionsfrei.

Auf die höher gelegenen Stockwerke wurden die Lasten mit Hilfe von speziellen Innenaufzügen befördert. Die Personen, die sich um den Speicher kümmerten, konnten dort nur über steile Leitertreppen gelangen. In den Fußböden wiederum befanden sich Öffnungen für das Umschütten des schon getrockneten Getreides in die niedriger gelegenen Stockwerke.

Im 19. Jahrhundert wurde von der Flussseite ein zusätzlicher Aufzug montiert, seine Überreste sind an der Westfassade des Gebäudes bis heute noch sichtbar. Im 20. Jahrhundert wurde an der Nordwand ein gemauertes Treppenhaus angebaut, das alle Stockwerke verbindet.

Während der Belagerung der Stadt durch die russischen Soldaten im Oktober 1813 wurde der Speicher zerstört, es ist jedoch gelungen ihn wieder aufzubauen. Sein Eigentümer war im Jahr 1854 Karol Wilhelm Uphagen – Großneffe von Jan Uphagen, Eigentümer des berühmten Bürgerhauses in der Straße Długa 12.

Nach der Bombardierung Danzigs durch die sowjetischen Truppen im Jahr 1945, verblieb das „Blaue Lamm“ als einziges historisches Lagergebäude auf der Speicherinsel, in welchem nicht nur die Fassade, sondern auch der Innenraum (Balken und Deckenkonstruktion) erhalten blieb.

In der Nachkriegszeit wurde der Speicher als Kräuterlager von der Firma Herbapol genutzt. Danach stand er viele Jahre leer. Obwohl das Bauwerk 1967 unter die Obhut der Denkmalpflegebehörde kam, wurden dort keine Erhaltungs- oder Reparaturarbeiten durchgeführt. Der Zustand des Gebäudes verschlechterte sich zusehends. Die immer baufälliger werdenden Decken wurden mit weiteren Stützen notdürftig abgesichert. Nach einem Blitzschlag verbrannte die hölzerne Dachkonstruktion und in den Innenraum, der daraufhin den Witterungseinflüssen schutzlos ausgesetzt war, drang die Feuchtigkeit ein und es bildete sich Schimmel.

„Lamm“ unter der Obhut des Museums

Das Archäologische Museum in Danzig hat, als die Kulturinstitution der Woiwodschaft,  das Objekt im Jahr 1995 übernommen und seit dieser Zeit damit begonnen, je nach Verfügbarkeit der Finanzmittel, den historischen Speicher zu retten.

In den Jahren 1995–2008 wurden notwendige Untersuchungen durchgeführt und Projektarbeiten realisiert. Es wurden die Fundamente verstärkt und die hölzerne Tragkonstruktion des Gebäudes, die Dachkonstruktion und die Dachbeschichtung repariert. Auch die Ziegelaußenwände wurden konserviert und die Innenräume an die neuen Ausstellungsfunktionen angepasst.

 

Speicher „Blaues Lamm”
Wo sind wir?
Wir laden Sie in den bezaubernden historischen Getreidespeicher in der Chmielna Straße 53 in Danzig ein. Dort finden Sie eine der Filialen des Danziger Archäologischen Museums.
WAS GIBT ES VORORT?
Vorort erwarten Sie faszinierende interaktive Ausstellungen, die Sie nach Lust und Laune besichtigen können. Sie werden die Möglichkeit haben, die Ausstellungsstücke zu berühren, ausgestellte Kleider anzuprobieren oder sogar an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen. Zusätzlich stehen Ihnen verschiedene Multimediahilfen zur Verfügung wie z.B. Filme oder Computerpräsentationen und die Geräusche und Düfte, welche Sie in der rekonstruierten Gasse des mittelalterlichen Danzigs vernehmen, geben Ihnen das Gefühl sich auf einer echten Zeitreise zu befinden.
Unsere Ausstellungen
„Die Stadt unter der Stadt“ – die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse von jahrelangen archäologischen Ausgrabungen in Danzig, die Charakteristik der Ortsarbeiten und die Methoden der Rekonstruktion von Lebensbedingungen und Aussehen der Danziger Bewohner von einst.
„Mittelalterliche Hansestadt-Gasse“ – Rekonstruktion einer Gasse aus dem Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts in einer Hansestadt mit Werkstätten, Kaufmannsständen und einem Bad.
„Danzig in der Hansa-Welt“ – die Ausstellung präsentiert archäologische Ausstellungsstücke, die während der Ausgrabungen im historischen Teil der Stadt entdeckt wurden und welche die Handelsmacht von Danzig und auch das tägliche Leben seiner Bewohner im Zeitraum vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert zeigen.
„Speicherinsel in Danzig“ – die Ausstellung wird der Geschichte der Speicherinsel und den dort durchgeführten archäologischen Untersuchungen gewidmet.
 Museum für alle
Ganz besonders laden wir körperlich eingeschränkte Gäste ein, unsere Ausstellungen zu besichtigen. Das Museumsgebäude wurde sowohl für gehbehinderte Gäste entsprechend eingerichtet (Fahrstuhl, Behindertentoilette) wie auch für Sehbehinderte oder schlechtsehende Besucher. Ganz herzlich laden wir entsprechende Gruppen ein - sowohl Kinder als auch Erwachsene – unser Bildungsangebot wahrzunehmen. Das Workshop- und Besichtigungsprogramm werden wir an Ihre Bedürfnisse anpassen, gerne werden wir Ihre Anmerkungen beachten und weitere Verbesserungen einführen, um den Besuchskomfort bei uns zu steigern. Bitte rufen Sie uns an: (58) 320-31-88.
GETREIDESPEICHER „BLAUES LAMM“
Die Filiale in der Chmielna Straße ist etwas mehr als nur eine Reihe von Ausstellungen. Eine nicht mindere Attraktion ist das Museumsgebäude selbst. Wir reden hier von dem historischen Getreidespeicher – von dem „Blauen Lamm“, dessen Geschichte bis in das 16. Jahrhundert reicht – denn eben damals entstand dort die erste Lagerstätte.….
Wie änderte sich der Speicher während der Jahrhunderte
Zuerst war das ein aus gotischen Ziegeln (klassische Ziegel handgeformt) gemauertes Gebäude mit Zutritt von der Chmielna Straße und vom Ufer der Mottlau. In einer Aufzeichnung von 1620 wurde die Breite des Lagers angegeben – sie betrug 48 Füße, das bedeutet 13,8 m. Interessant ist, dass dieses Maß bis heute nicht verändert wurde.
In verschiedenen Quellen des Jahres 1631 tritt zum ersten Mal der deutsche Name „Blaues Lamm“ auf. Während der Jahrhunderte tauchte auch ein anderer Name auf, der höchstwahrscheinlich aufgrund eines Schreibfehlers entstand. Der Name lautete „Blauer Loewe“.
1779 wurde das Gebäude umgebaut und dabei hat man eine neue Ziegelart, sog. holländische Ziegel benutzt. Im Rahmen des Umbaus wurden von der Straßenseite und von der Seite der Mottlau die Giebel gemauert (das sind die dreieckigen Wände, die das Bauwerk krönen). Die neue Konstruktion bestand aus einer Reihe von hölzernen Decken, die sieben Stockwerke für das Lagern von Waren bildeten.
Das hier aufbewahrte Getreide wurde durch breite Tore in das Rauminnere transportiert. Jeweils drei solche Tore wurden im Erdgeschoss von der Flussseite und genau gegenüber von der Straßenseite gebaut. Dadurch verlief die Verladung von Waren recht zügig und die gleichzeitige Arbeit vieler Träger – kollisionsfrei.
Auf die höher gelegenen Stockwerke wurden die Lasten mit Hilfe von speziellen Innenaufzügen befördert. Die Personen, die sich um den Speicher kümmerten, konnten dort nur über steile Leitertreppen gelangen. In den Fußböden wiederum befanden sich Öffnungen für das Umschütten des schon getrockneten Getreides in die niedriger gelegenen Stockwerke.
Im 19. Jahrhundert wurde von der Flussseite ein zusätzlicher Aufzug montiert, seine Überreste sind an der Westfassade des Gebäudes bis heute noch sichtbar. Im 20. Jahrhundert wurde an der Nordwand ein gemauertes Treppenhaus angebaut, das alle Stockwerke verbindet.
Während der Belagerung der Stadt durch die russischen Soldaten im Oktober 1813 wurde der Speicher zerstört, es ist jedoch gelungen ihn wieder aufzubauen. Sein Eigentümer war im Jahr 1854 Karol Wilhelm Uphagen – Großneffe von Jan Uphagen, Eigentümer des berühmten Bürgerhauses in der Straße Długa 12.
Nach der Bombardierung Danzigs durch die sowjetischen Truppen im Jahr 1945, verblieb das „Blaue Lamm“ als einziges historisches Lagergebäude auf der Speicherinsel, in welchem nicht nur die Fassade, sondern auch der Innenraum (Balken und Deckenkonstruktion) erhalten blieb.
In der Nachkriegszeit wurde der Speicher als Kräuterlager von der Firma Herbapol genutzt. Danach stand er viele Jahre leer. Obwohl das Bauwerk 1967 unter die Obhut der Denkmalpflegebehörde kam, wurden dort keine Erhaltungs- oder Reparaturarbeiten durchgeführt. Der Zustand des Gebäudes verschlechterte sich zusehends. Die immer baufälliger werdenden Decken wurden mit weiteren Stützen notdürftig abgesichert. Nach einem Blitzschlag verbrannte die hölzerne Dachkonstruktion und in den Innenraum, der daraufhin den Witterungseinflüssen schutzlos ausgesetzt war, drang die Feuchtigkeit ein und es bildete sich Schimmel.
„Lamm“ unter der Obhut des Museums
Das Archäologische Museum in Danzig hat, als die Kulturinstitution der Woiwodschaft,  das Objekt im Jahr 1995 übernommen und seit dieser Zeit damit begonnen, je nach Verfügbarkeit der Finanzmittel, den historischen Speicher zu retten.
In den Jahren 1995–2008 wurden notwendige Untersuchungen durchgeführt und Projektarbeiten realisiert. Es wurden die Fundamente verstärkt und die hölzerne Tragkonstruktion des Gebäudes, die Dachkonstruktion und die Dachbeschichtung repariert. Auch die Ziegelaußenwände wurden konserviert und die Innenräume an die neuen Ausstellungsfunktionen angepasst.

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